Johanna Tesfay
Johanna Tesfay Content Marketing Manager
03. January 2019 in

Deutsch Internet of Things API Marketplace B2B Technology

5 Trends, auf die wir uns 2019 freuen

Neues Jahr, neue Trends. Gerade die E-Commerce-Szene lässt nicht lange auf sich warten: Handelsunternehmen werden neu strukturiert und Innovationen werden auch in diesem Jahr wieder für ordentlich Aufruhr sorgen. Welche fünf Trends werden dieses Jahr den E-Commerce Markt weiter vorantreiben? Unsere Spryker Experten verraten, welche Entwicklungen dieses Jahr auf Dich warten.

 

1. Employer Branding soll alle Wünsche erfüllen
Alexander Graf

Spryker_Trends_2019_Employer_BrandingDer IT-Fachkräftemangel schießt durch die Decke – laut dem Digitalverband Bitkom gibt es allein in Deutschland aktuell 82.000 offene IT-Stellen. Der Wettbewerb um Software-Entwickler und Co. ist hart umkämpft und der Pool an Talenten zu klein, um beim wachsenden Bedarf an IT-Ressourcen mitzuhalten. Gerade weil Digitalkompetenzen im Unternehmen mittlerweile zu den Voraussetzungen gehört, um auf dem Markt konkurrenzfähig zu bleiben, sollten Unternehmen den Bewerbern einen Mehrwert bieten können.


War for Talent

Entwickler suchen nicht nach Arbeit, Recruiter suchen sie. In diese Richtung entwickelt sich das Bewerberverfahren durch den Fachkräftemangel. Dementsprechend müssen Unternehmen ihre Attraktivität steigern. Besonders wichtig ist es, dabei als Corporate Brand authentisch zu bleiben und sich ganz klar zu positionieren.

 

Gehalt wird zur Nebensache

Hygienefaktoren wie Gehalt und Rolle fallen zunehmend in den Hintergrund. Viel wichtiger wird das Umfeld und die Marke selbst. Arbeitgeber mit einer besonders attraktiven Marke sind auch diejenigen mit den besten Chancen auf Zuwachs. Digitale Experten für Arbeitgeber mit nur mittelmäßigen Marken zu finden, wird in Zukunft ein Ding der Unmöglichkeit.

 



2. Jeder kann ein Stück vom Online-Marktplatz-Kuchen abhaben
Boris Lokschin

Spryker_Trends_2019_Marketplace

Online-Marktplätze werden dieses Jahr ein enormes Wachstum erleben und großen Herstellern sowie Händlern neue Möglichkeiten zum Wachstum bieten. Amazon hat es schon vorgemacht und auch der Fashion-Gigant Zalando hat sich vom Online-Versandhändler erfolgreich zum Online-Marktplatz weiterentwickelt. Was beide Marktplatzpartner gemeinsam haben? Den Zugriff auf einen spezifischen Kundenstamm, vorhandene Marketing- und IT-Infrastruktur sowie Rundum-Kundenservice und eine internationale Reichweite.

 

Eine Win-Win-Win Situation

Warum lohnt sich die Weiterentwicklung zum Marktplatzbetreiber für fast jeden? Weil alle gewinnen.

1. Dem Endkunden steht eine größere Auswahl an Produkten oder Dienstleistungen zur Verfügung. Das Beispiel Amazon zeigt bereits, dass Käufer sich darauf konzentrieren, möglichst einfach ihren Großeinkauf zu erledigen. Smarte Kombinationen aus Produkten und Dienstleistungen oder miteinander zusammenhängenden Sortimenten sparen Zeit, Geld beispielsweise für Versandkosten, und steigern das Einkaufserlebnis.

2. Auch der Händler kommt gut weg: Dank der zusätzlichen Reichweite kann er seine Markenbekanntheit steigern, Verkaufspotential freilegen und Marketingkosten sparen.

3. Der größte Gewinner in der Runde ist jedoch der Marktplatzbetreiber, der alle Fäden in der Hand hält. Er besitzt die Kundenbeziehung und den Kundenzugang, mit denen seine getätigten Investitionen in die technische Infrastruktur refinanziert werden können. Sämtliche Kosten für Set-up, Kundenservice und Marketing werden zudem über eingenommene Händlergebühren finanziert.


Marktplatzmodelle schlagen den Einzelhandel

Der Schritt von Eigenmarke oder Plattformanbieter zum Online-Marktplatz kann in zwei Richtungen gehen: vertikal und horizontal. Als vertikaler Online-Marktplatz konzentriert man sich speziell auf ein Segment und bietet dort Nischenprodukte oder Dienstleistungen an, wie es beispielsweise Spryker Kunde Sourceability im Handel mit elektronischen Komponenten macht. Sourceability hat in diesem Jahr eine Vorreiterrolle übernommen und betreibt als Plattform-Owner einen digitalen Marktplatz, der mit dem Produktangebot von Amazon mithält und somit Kunden ein unschlagbares Angebot bietet.

Ein alternatives Marktplatzmodell ist die horizontale Variante, an der sich Player wie Amazon oder auch Spryker Kunde Lieblingswelt orientieren. Produkte aus den unterschiedlichen Kategorien werden auf einer Plattform als One-Stop Shop angeboten und schaffen eine Convenience, die Einzelhändler kaum allein bewerkstelligen können.

 



3. IoT wird die digitalen Commerce Systeme dominieren
Michael Vax

Spryker_Trends_2019_IoT

2019 werden wir erste tiefgehende Implementierungen vom Internet der Dinge (IoT) im B2B-Bereich sehen. Gartner prognostiziert, dass bis 2020 95% aller neuen elektronischen Produkte IoT-Technologien nutzen werden. Diese Implementierungen konzentrieren sich in erster Linie auf die Integration von Informationen, die in bestehenden Geschäftsprozesse von intelligenten Geräten gesammelt werden.

 
IoT als helfende Hand

Geräte werden wohl noch nicht anfangen, alleine zu kaufen. Das wahrscheinlichste Szenario ist, dass IoT-Geräte den Bedarf an zusätzlichen Einkäufen melden und automatisch zu einer Einkaufsliste hinzufügen. Diese werden an die Einkaufsabteilung eines Unternehmens gesendet und ab diesem Zeitpunkt übernimmt der menschlich-gesteuerte Geschäftsprozess die Führung.

Neue digitale Services

Der Prozess muss hier noch nicht aufhören: Die Einkaufsliste wird in eine Angebotsanfrage umgewandelt und nach Absprache mit dem Lieferanten eine Bestellung aufgegeben werden. Moderne digitale Commerce Systeme werden sich an diesem Punkt weiterentwickeln, um diesen Prozess zu erleichtern. So ergeben sich neue Differenzierungsmöglichkeiten für Händler im Wettbewerb. Für B2B-Kunden bedeuten automatisierte Bestellmöglichkeiten mehr Effizienz und Convenience.

 



4. B2B-Hersteller müssen Kundenzugang neu definieren
Alexander Shashin

Spryker_Trends_2019_Customer_CentricityKundenloyalität war gestern: Online verfügbare Erfahrungsberichte, Preisvergleiche sowie eine größere Sortimentsauswahl bestimmten mittlerweile den B2B-Einkauf. Wer sich heutzutage am Markt behaupten möchte, muss ohne Umwege eine Bindung zu seinen Kunden aufbauen. Dazu suchen immer mehr Hersteller den direkten Kundenzugang und erweitern ihre digitale Geschäftsmodelle.

Indirekter Vertrieb verhindert Produkt- und Service-Exzellenz

Wer seine Produkte nur indirekt vertreibt, verpasst die wertvolle Möglichkeit, Kundenbedürfnissen auf den Grund zu gehen und seine Produkte und Service entsprechend an sich wandelnden Bedürfnisse anzupassen. Beispielsweise Lieferung am Folgetag war vor fünf Jahren noch kein Thema. Amazon hat diesen Anspruch auch für Business-Kunden etabliert. Wer sich in langen Lieferketten befindet, kann dort nicht mithalten. Nur wer in der Lage ist Kundenbedürfnisse zu erforschen und umzusetzen, kann seine Existenz nachhaltig sichern.

 

Zuhören und antworten

Wie geht man Kundenbedürfnissen auf den Grund? Ganz klar, in dem man erstmal die Probleme erkennt und dem Kunden “zuhört”. Datenbasiertes Kaufverhalten analysieren ist genauso wichtig wie After-Sales Services anzubieten. Nur wer seine Kunden auch versteht, kann mit der richtigen Maßnahme antworten. Viel zu viele Unternehmen drücken sich vor dieser Maßnahme, dabei haben erfolgreiche Player, wie Spryker Kunden Hilti und Tom Tailor gezeigt, wie man sich dadurch schnell Marktanteile sichern kann. Direkter Kundenzugang und die Möglichkeit, Daten verlässlich zu erfassen und auszuwerten, sollten für B2B-Unternehmen daher ganz oben auf der Liste der Prioritäten stehen.

 



5. Nächstes Level: API-first
Loana Junge

Spryker_Trends_2019_API_firstDas Jahr hat gerade begonnen und Dein Unternehmen hat sich vor 2019 bereits einen Online-Shop, einen Marktplatz oder vielleicht sogar eine Omnichannel-Lösung aufgebaut. Auf diesem Weg ist es gelungen, Systeme und Touchpoints zu integrieren, die dabei helfen, ERP, Zahlungen und mehr zu verwalten. Kurz gesagt: APIs sind Deinem Unternehmen nicht fremd. Du weißt außerdem bereits, dass der Schlüssel zur Umsetzung verschiedener Funktionalitäten und Services eine solide API ist. Aber hast Du diesem Thema wirklich genügend Aufmerksamkeit geschenkt?

API-first bedeutet, dass man zuerst die API entwirft, erstellt und dann kundenorientierte, grafische Interfaces, wie z.B. einen Desktop- oder mobilen Shop, und auch andere Anwendungen hinzufügt.


Was ist der Vorteil dieses Ansatzes?

Flexibilität

Das Entwerfen einer API vor der Auswahl und Entwicklung der verschiedenen Kanäle und Anwendungen gibt die Flexibilität, Lösungen zu integrieren, die aktuell noch nicht relevant sind, aber in einem späteren Stadium wichtig werden können. Denke dabei an die Anbindung an IoT-Geräte oder die Einführung bzw. Integration in einen Marktplatz - beides wird 2019 zu einem heißeren Thema.

Geschwindigkeit

Mithilfe einer API-first-Strategie können effizient verschiedene Anwendungen und Touchpoints gleichzeitig entwickelt werden. Es ist einfach, neue Integrationen zu testen und auch zu wieder zu kappen, wenn sich die Kundenbedürfnisse ändern. Mobile Apps waren noch vor 5-10 Jahren stark im Kommen. In einer Zeit, in der Nutzer nicht mehr als 9 Smartphone-Apps aktiv nutzen, hat eine Mobile App eine viel geringere Erfolgschance. Im Jahr 2019 wird es entscheidend sein, diese Art von Trends schnell testen und verifizieren zu können.

Produktivität

Zuerst mit den Interessen Eurer Entwickler zu starten und darauf aufzubauen, vereinfacht die Entwicklung. Das Leben Eures Entwicklungsteams zu erleichtern, steigert außerdem die Produktivität und hilft wertvolle IT-Talente zu gewinnen.

 

 Wir wünschen einen guten Start für 2019!


 

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